Ich halte fest an der Hoffnung

Ich halte fest an der Hoffnung

«Die Hoffnung stirbt zuletzt.» Diese Redewendung stolpert uns in unserem Alltag meist bei offensichtlich hoffnungslosen Fällen oder Situationen über die Lippen. Ist Hoffnung nur noch etwas für tagträumende, schönfärbende und realitätsfremde Menschen?

Ich halte fest an der Hoffnung.

Nein, ich schliesse nicht die Augen vor den Problemen und Herausforderungen der Gegenwart, sei es im Kleinen oder in der weiten Welt. Die allgegenwärtige Macht- und Geldgier von einflussreichen Personen und Regierenden, die Anfeindungen von Andersdenkenden oder die Ausgrenzung von Minderheiten, der Verlust von Anstand: dies ist beelenden, ermüdend und lässt mich (ver-)zweifeln. Prinzip Hoffnung für eine besser und schönere Welt im Jenseits?

Ich halte fest an der Hoffnung.

Hier, jetzt: ich halte fest an der Hoffnung. Die Entscheidung zur Hoffnung bietet mir einen Anker der Zuversicht. Gott schafft Neues. „Die Kunde von dem lebendigen Gott erweckt im Menschen Lebensdurst und Lebenshunger“, schreibt der deutsche Theologe Jürgen Moltmann in seinem Buch «Theologie der Hoffnung». „Sie macht sie unzufrieden mit ihrem Zustand und lässt sie eine Zukunft suchen, in der mehr Leben in ihr Leben hineinkommt.“[1]

Ich halte fest an der Hoffnung.

Die Hoffnung auf die lebendige Schöpfungskraft Gottes ist mir die treibende Kraft, um positiv in die Zukunft zu blicken, nicht zu resignieren und nach Lösungen zu suchen und anzupacken, dort wo ich es vermag.

Ich halte fest an der Hoffnung.

Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
1.Kor. 13, 13

©Pen Ash / pixabay

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