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Wort zum Monat September
Horizonte
Die Endlichkeit des Lebens ist mir in letzter Zeit wieder neu bewusst geworden. Und auch wie begrenzt unsere Sicht ist.
Woher kommen wir? Wohin gehen wir?
Der Horizont des Lebens – dieses Bild gefällt mir. Der Tod ist der Horizont unseres Lebens. Aber der Horizont ist nur das Ende unserer Sicht!
Die Beschreibung der zehnjährigen K. über das Woher und Wohin finde ich sehr schön:
Es ist schön für mich zu wissen, dass wir von Gott kommen und auch wieder zu Gott zurückgehen. Vor unserer Geburt sind wir als ganz kleine Kinder bei Gott, nach dem Tod gehen wir so zu ihm, wie wir auf der Erde waren. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, wie es ist, bei Gott zu sein, aber wenn ich daran denke, ist das ein schönes Gefühl.
Bei Gott haben die Menschen nicht solche Probleme wie hier auf der Erde.
Alles ist einfacher, alles ist gut!
Mit Jörg Zink bete ich:
Schöpfer der Zeit, ich will nicht ausweichen.
Ich weiss, dass ich einem Ziel zugehe, dass der grosse Markttag auf dieser Erde ein Ende hat und dass ich zuletzt eine Brücke brauche, die mich über den grossen Strom trägt, an ein anderes Ufer, an dem du mich empfängst.
Christus, du selbst bist die Brücke.
Ich gehe meinen Weg zaghaft, aber ich vertraue dir, der du mich führen und tragen wirst.
Ich weiss nicht, ob es leicht oder schwer sein wird, hinüberzugehen.
Aber ich will mich nicht fürchten. Ich verlasse mich auf dich.
J.Z.
Gott, hilf uns zu vertrauen, dass unsere Sicht nicht die Grenze deiner Wirklichkeit ist.
Da wo unsere Sicht endet, geht Gottes Wirklichkeit weiter!
Ursula Wenziker


