Fremde Heimat – Migrationsgeschichten

Februar 2020

Im Februar zeigt das Kino Rex in Bern eine Reihe von Filmen mit Geschichten rund Migration. Begleitend zur Ausstellung im Berner Historischen Museum „Homo Migrans“ erzählen diese Filme von Aufbruch aus Heimat und vom heimisch Werden in der Fremde.

Am Sonntag 9. Februar zeigt das Rex den Film „Im Leben und über das Leben hinaus“ von Peter von Gunten. Anschliessend an die Filmvorführung folgt ein Gespräch mit Peter von Gunten zu Themen von Glaubensfreiheit und Migration.

Kino Rex, Sonntag 9. Februar 2020, 12:30 Uhr

Flyer mit weiteren Filmen als PDF >>>

Gedanken zur Jahreslosung 2020

2020

"Ich glaube, hilf meinem Unglauben"
Markus-Evangelium 9,24

Jahreslosungen sind oft ein ermutigender Zuspruch. Ein Wort auf den Weg ins neue Jahr ist auch dieser Vers, aber er ist eine Einladung, ihn sich zu eigen zu machen und nachzusprechen. Mir gefällt diese Losung, weil sie mich dort abholt, wo ich gerade bin. Sie ist so menschennah. Da wird kein grosser Anspruch von Glaubenssicherheit gefordert. Das wäre anders mit einem anderen Vers aus der Geschichte, aus der dieses Zitat stammt.

Da ist ein Vater, der bei Jesus Hilfe sucht für seinen Sohn. Auf seine Bitte hin "Wenn du etwas vermagst, so hilf uns..." antwortet Jesus: "Alles ist möglich dem, der glaubt." Würden wir diesen Vers über das Jahr stellen, kämen wir in Versuchung, einen unerschütterlichen Glauben als Voraussetzung für gutes Gelingen anzusehen.

Ja, Hoffnung und Optimismus sind hilfreiche Gefährten in dieser schwierigen Welt. Aber was tun, wenn sie uns abhandenkommen? Der Vater gibt nicht vor, alles zu vermögen. Sein Glaube, sein Vertrauen drückt er einfach darin aus, dass er sich an Jesus wendet. Und in dieser Begegnung hat auch seine Unsicherheit, der wankende Boden, Platz.

So ist diese Losung doch ermutigend. Sie lädt mich ein, mich mit meiner ganzen Spannung zwischen Hoffnung und Angst vor Enttäuschung in eine Begegnung mit Gott hinein zu wagen. Ich muss nichts vorspielen und darf die Schritte ins Glauben hinein dort beginnen, wo ich jetzt stehe.

Bildnachweis: Christop Varghese

Stationenweg zur Täufergeschichte in der Stadt Bern

2018

Nun ist es soweit: Der Stationenweg zur Täufergeschichte in der Stadt Bern wird Wirklichkeit.

Seit Ende August 2018 können alle Interessierten die Geschichte der Täufer auf interaktivem Weg anhand eines Rundganges nach dem erfolgreichen Konzept der Foxtrails entdecken.

Flyer Stationenweg Bern deutsch als PDF >>>

Flyer Stationenweg Bern englisch als PDF >>>

Bildnachweis: Beat Loosli

Nacht der Religionen in Bern

November 2017

Regierungsrat Christoph Neuhaus bittet Täuferinnnen und Täufer um Verzeihung

Die Mennoniten-Gemeinde Bern freut sich sehr über die Bitte um Verzeihung, die der Berner Regierungsrat und Kirchendirektor Christoph Neuhaus ausgesprochen hat. Das Ereignis im Saal des Berner Rathauses im Rahmen der Nacht der Religionen hat die Anwesenden aus vielen Kirchen und Religionen tief berührt. Wir danken Regierungsrat und Kirchendirektor Christoph Neuhaus für diese klaren Worte an die Täufer und die Bitte um Vergebung für vergangenes Unrecht, welches die Regierung des Kantons Bern den Täufer angetan hatte. Die Täufer, das sind heute Menschen in der Stadt Bern, im Kanton Bern und weit darüber hinaus in aller Welt. Sie werden die Bitte hören und sich mitfreuen. Die Konferenz der Mennoniten der Schweiz, in welcher die Mennoniten-Gemeinden der Schweiz zusammengeschlossen sind, möchte nun diese Bitte um Vergebung offiziell würdigen, voraussichtlich bei der Eröffnung des Stationenweges im Frühjahr 2018.

Die Veranstaltung im Rathaussaal Bern wurde gemeinsam von der reformierten Kirchgemeinde Münster und der Mennoniten-Gemeinde Bern getragen. Unter dem Titel «Kirche und Staat – Fluch oder Segen?» thematisierte Regierungsrat Neuhaus die vergangene Verfolgung der Täufer durch den Kanton Bern, gefolgt von einer Lesung mit Katharina Zimmermann, die aus ihrem Täuferroman«Die Furgge» las.

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