Friedensgebet für die Ukraine

April 2022

Was denkst du, Gott, über das, was geschieht?
Da in der Ukraine, von Russland bedroht
Du hast Gedanken des Friedens
So sagt es die Bibel
Aber jetzt herrscht Krieg und wir haben Angst
So viel Bosheit und Sturheit, Hass und Hetze
Da wird einem ganz schwindelig, wo gibt es Halt?

Wir kommen zu dir und bitten dich
Gott, pflanz deine Gedanken des Friedens ein
In die Köpfe der Mächtigen!
Gott, gib Hoffnung und Zukunft und klaren Verstand
Damit Friede sich ausbreitet
Dort in der Ukraine und hier bei uns!

Amen

Ursula Wenziker

Herzlich Willkommen zu den Gottesdiensten zu Karfreitag und Ostern

April 2022

Karfreitag 15. April, 10 Uhr: Ich will hier bei dir stehen
Gottesdienst mit Mediationen zur Passionserzählung nach Lukas, Lieder und Musik und Stille.
Mit Ursula Wenziker, Jürg Bräker, Manuela Roth und Anna Rihs.

Ostern 17. April, 10 Uhr: «Er ist nicht hier!»
Mit Zittern und Entsetzen auf einen neuen Weg

Ostergottesdienst mit Abendmahl.
Mit Christine Gerber Rihs, Jürg Bräker und Manuela Roth.

Gedanken zur Jahreslosung 2022

2022

«Leider kein Platz mehr frei – alles voll!»

Wo die Plätze begehrt sind, kann es schon mal vorkommen, dass man abgewiesen wird oder lange warten muss, bis man zugelassen wird. Fast überall treffen wir auf Einlassbedingungen, und wer auf der Seite der Privilegierten steht, ist sich oft nicht bewusst, wie einschränkend diese sein können. Als Schweizer ist es meist reine Formsache, wenn ich für eine Reise ein Visum brauche. Mehr als einmal habe ich aber erlebt, dass Geschwister aus einem afrikanischen Land nicht an einer internationalen Versammlung teilnehmen konnten, weil ihnen das Visum verweigert wurde. Der «Gaststaat» hatte Angst, sie würden bleiben wollen.

Wir könnten schulterzuckend sagen: «So ist das nun mal in dieser Welt; im Reich Gottes aber ist es anders, Jesus weist niemanden hinaus! Bei Gottes grossem Festmahl gibt es keine Platzbeschränkung, aber hier und jetzt sind die Ressourcen halt nun mal beschränkt».

Eva Jung stellt diese Zuordnung in Frage, wenn sie die Jahreslosung mit der Migrationspolitik in Verbindung bringt. Darf man das? Ich meine: man muss! Das Streitgespräch, zu dem dieser Vers gehört, schliesst an die Speisung der 5000 an. Jesus möchte, dass sie als Zeichen verstanden wird. In der Alltagssituation eines improvisierten Picknicks zeigt sich, wer Gott ist. Wenn aus 5 Gerstenbrote alle Anwesenden satt werden und dann vom übrigen noch 12 Körbe voll gesammelt werden, dann ist das ein Zeichen: das Sammeln Gottes beschränkt sich nicht auf ein paar Wenige mit dem Privileg, zur Heilsgemeinschaft zu zählen. Es greift in die Vollzahl der Völker aus.

Wenn wir einstimmen in die Resignation, dass hier und jetzt an den Tischen Europas die Plätze nun mal limitiert seien und unsere Migrationspolitik nicht damit verbinden, dass Jesus von sich sagt, er weise keinen hinaus, ist auch das ein sprechendes Zeichen: Verdunkelt die Resignation denn nicht, dass Gott die ganze Welt zusammen in seinen Schalom sammeln möchte? Und wenn wir darauf beharren, dass wir als Nachfolger:innen Jesu niemanden abweisen auf der Suche nach einem Leben in Schalom, hat auch das Potential zum Zeichen für das grosse Festmahl Gottes, zu dem Gott alle Welt sammelt.

Jürg Bräker

Foto: Chris Grodotzki, sea-watch.org - © 2021 adeo Verlag www.adeo-verlag.de

Stationenweg zur Täufergeschichte in der Stadt Bern

2018

Nun ist es soweit: Der Stationenweg zur Täufergeschichte in der Stadt Bern wird Wirklichkeit.

Seit Ende August 2018 können alle Interessierten die Geschichte der Täufer auf interaktivem Weg anhand eines Rundganges nach dem erfolgreichen Konzept der Foxtrails entdecken.

Flyer Stationenweg Bern deutsch als PDF >>>

Flyer Stationenweg Bern englisch als PDF >>>

Bildnachweis: Beat Loosli

Nacht der Religionen in Bern

November 2017

Regierungsrat Christoph Neuhaus bittet Täuferinnnen und Täufer um Verzeihung

Die Mennoniten-Gemeinde Bern freut sich sehr über die Bitte um Verzeihung, die der Berner Regierungsrat und Kirchendirektor Christoph Neuhaus ausgesprochen hat. Das Ereignis im Saal des Berner Rathauses im Rahmen der Nacht der Religionen hat die Anwesenden aus vielen Kirchen und Religionen tief berührt. Wir danken Regierungsrat und Kirchendirektor Christoph Neuhaus für diese klaren Worte an die Täufer und die Bitte um Vergebung für vergangenes Unrecht, welches die Regierung des Kantons Bern den Täufer angetan hatte. Die Täufer, das sind heute Menschen in der Stadt Bern, im Kanton Bern und weit darüber hinaus in aller Welt. Sie werden die Bitte hören und sich mitfreuen. Die Konferenz der Mennoniten der Schweiz, in welcher die Mennoniten-Gemeinden der Schweiz zusammengeschlossen sind, möchte nun diese Bitte um Vergebung offiziell würdigen, voraussichtlich bei der Eröffnung des Stationenweges im Frühjahr 2018.

Die Veranstaltung im Rathaussaal Bern wurde gemeinsam von der reformierten Kirchgemeinde Münster und der Mennoniten-Gemeinde Bern getragen. Unter dem Titel «Kirche und Staat – Fluch oder Segen?» thematisierte Regierungsrat Neuhaus die vergangene Verfolgung der Täufer durch den Kanton Bern, gefolgt von einer Lesung mit Katharina Zimmermann, die aus ihrem Täuferroman«Die Furgge» las.

Medienmitteilung als PDF >>>

Rede von Regierungsrat Neuhaus als PDF >>>