Kesselaktion 2020

August-September 2020

Hygienematerial für geflüchtete Menschen in Jordanien


Wir hören manchmal von den schwierigen die hygienischen Bedingungen in den Flüchtlingscamps im Nahen Osten. Hygiene ist kein Luxusgut, sondern, wie uns die Pandemie wieder bewusst macht, oft lebenswichtig. Was können wir tun? Seit Jahren sendet das mennonitische Hilfswerk MCC Kessel mit Hygienematerial in die Camps im Nahen Osten. Auch wenn das oft nur ein Tropfen auf den heissen Stein ist, zeigen die Erfahrungen doch, wie wichtig diese Hygienesets im schwierigen Alltag dieser Menschen sind. Die Kessel selbst mit ihren Deckeln helfen beim täglichen Wassertransport, der Inhalt ist den Bedürfnissen und Möglichkeiten in den Lagern angepasst. 

Die Mennoniten-Gemeinde Bern unterstützt diese Aktion. Wer einen Kessel mit Hygienematerial spenden möchte, kann einen Kessel im Träffer bei der Mennoniten-Gemeinde beziehen (am Sonntag nach dem Gottesdienst oder nach Absprache), ihn mit dem Material gemäss Liste befüllen und ihn dort wieder abgeben. Alternativ kann das Material auch in einer Tüte direkt in den Träffer gebracht werden. Wichtig: Der Inhalt muss genau den Angaben entsprechen, bitte keine zusätzlichen Gaben.

Alle Informationen dazu finden sich im Flyer zur Aktion: >>>

Die Aktion in Bern ist Teil einer europäischen Aktion. Die Kessel werden per Container nach Amman transportiert und dort von Caritas Jordanien, einer lokalen Partnerorganisation von MCC, verteilt. Für MCC gehört es zu den Kernprinzipien, dass sich die Hilfe an der Not der Menschen orientiert, unabhängig von deren Volks- oder Religionszugehörigkeit; MCC arbeitet seit Jahrzehnten mit verschiedenen lokalen Partnerorganisationen zusammen, unabhängig von deren religiösen oder konfessionellen Zugehörigkeit.

Kessel können vom 15. August bis 27. September 2020 bezogen und abgeben werden.

Wir feiern wieder miteinander!

Juni 2020


Evangelische Mennoniten-Gemeinde Bern nimmt ihre Gottesdienste im Träffer ab dem 14. Juni wieder auf. Wir freuen uns auf die Begegnungen!


Mehr als drei Monate lang haben wir auf Vieles verzichten müssen. In dieser Zeit haben wir aber auch Anderes entdeckt und schätzen gelernt. Nun treten wir in einen neuen Abschnitt ein, Vieles wird anders sein als gewohnt. Wir müssen unsere Gottesdienste nach einem Schutzkonzept abhalten, der Saal wird entsprechend eingerichtet sein.

Die Informationen zu den Schutzmassnahmen finden Sie hier: >>>

Weitere Informationen zu Gottesdiensten unter
Corona-Schutzmassnahmen finden Sie hier: >>>

Gedanken zur Jahreslosung 2020

2020

"Ich glaube, hilf meinem Unglauben"
Markus-Evangelium 9,24

Jahreslosungen sind oft ein ermutigender Zuspruch. Ein Wort auf den Weg ins neue Jahr ist auch dieser Vers, aber er ist eine Einladung, ihn sich zu eigen zu machen und nachzusprechen. Mir gefällt diese Losung, weil sie mich dort abholt, wo ich gerade bin. Sie ist so menschennah. Da wird kein grosser Anspruch von Glaubenssicherheit gefordert. Das wäre anders mit einem anderen Vers aus der Geschichte, aus der dieses Zitat stammt.

Da ist ein Vater, der bei Jesus Hilfe sucht für seinen Sohn. Auf seine Bitte hin "Wenn du etwas vermagst, so hilf uns..." antwortet Jesus: "Alles ist möglich dem, der glaubt." Würden wir diesen Vers über das Jahr stellen, kämen wir in Versuchung, einen unerschütterlichen Glauben als Voraussetzung für gutes Gelingen anzusehen.

Ja, Hoffnung und Optimismus sind hilfreiche Gefährten in dieser schwierigen Welt. Aber was tun, wenn sie uns abhandenkommen? Der Vater gibt nicht vor, alles zu vermögen. Sein Glaube, sein Vertrauen drückt er einfach darin aus, dass er sich an Jesus wendet. Und in dieser Begegnung hat auch seine Unsicherheit, der wankende Boden, Platz.

So ist diese Losung doch ermutigend. Sie lädt mich ein, mich mit meiner ganzen Spannung zwischen Hoffnung und Angst vor Enttäuschung in eine Begegnung mit Gott hinein zu wagen. Ich muss nichts vorspielen und darf die Schritte ins Glauben hinein dort beginnen, wo ich jetzt stehe.

Bildnachweis: Christop Varghese

Stationenweg zur Täufergeschichte in der Stadt Bern

2018

Nun ist es soweit: Der Stationenweg zur Täufergeschichte in der Stadt Bern wird Wirklichkeit.

Seit Ende August 2018 können alle Interessierten die Geschichte der Täufer auf interaktivem Weg anhand eines Rundganges nach dem erfolgreichen Konzept der Foxtrails entdecken.

Flyer Stationenweg Bern deutsch als PDF >>>

Flyer Stationenweg Bern englisch als PDF >>>

Bildnachweis: Beat Loosli

Nacht der Religionen in Bern

November 2017

Regierungsrat Christoph Neuhaus bittet Täuferinnnen und Täufer um Verzeihung

Die Mennoniten-Gemeinde Bern freut sich sehr über die Bitte um Verzeihung, die der Berner Regierungsrat und Kirchendirektor Christoph Neuhaus ausgesprochen hat. Das Ereignis im Saal des Berner Rathauses im Rahmen der Nacht der Religionen hat die Anwesenden aus vielen Kirchen und Religionen tief berührt. Wir danken Regierungsrat und Kirchendirektor Christoph Neuhaus für diese klaren Worte an die Täufer und die Bitte um Vergebung für vergangenes Unrecht, welches die Regierung des Kantons Bern den Täufer angetan hatte. Die Täufer, das sind heute Menschen in der Stadt Bern, im Kanton Bern und weit darüber hinaus in aller Welt. Sie werden die Bitte hören und sich mitfreuen. Die Konferenz der Mennoniten der Schweiz, in welcher die Mennoniten-Gemeinden der Schweiz zusammengeschlossen sind, möchte nun diese Bitte um Vergebung offiziell würdigen, voraussichtlich bei der Eröffnung des Stationenweges im Frühjahr 2018.

Die Veranstaltung im Rathaussaal Bern wurde gemeinsam von der reformierten Kirchgemeinde Münster und der Mennoniten-Gemeinde Bern getragen. Unter dem Titel «Kirche und Staat – Fluch oder Segen?» thematisierte Regierungsrat Neuhaus die vergangene Verfolgung der Täufer durch den Kanton Bern, gefolgt von einer Lesung mit Katharina Zimmermann, die aus ihrem Täuferroman«Die Furgge» las.

Medienmitteilung als PDF >>>

Rede von Regierungsrat Neuhaus als PDF >>>