Fasten in der politischen Krise

März 2017

19.–25. März: Politische Fastenwoche

Es ist Zeit. Zeit, die politische Krise auf den Tisch zu bringen. Krieg und Terror rücken näher an Europa heran. Die Flüchtlingsthematik fordert, überfordert. Die Armut im Süden macht betroffen. Alte Sicherheiten schwinden, Ängste und Unmut verbreiten sich. Gräben zwischen Stadt und Land, Gstudierten und Büezern, zwischen dem Volk und ihren politischen Repräsentanten gehen durch unser Land. Die Polarisierung zwischen den Parteien nimmt zu. Der Ton wird rauer.

«Tut um Gottes Willen etwas Tapferes!» Huldrych Zwingli

Fasten in Krisenzeiten hat eine lange Tradition. Die Bibel kennt eine Vielzahl von Situationen, in denen «ein heiliges Fasten» als innere Antwort auf äussere Geschehnisse gegeben wird. An diese Tradition wollen wir anknüpfen. Wir – das sind politisch interessierte Bürger und aktive Politiker. Uns verbindet, dass wir manchmal alles besser wissen, und manchmal keine Ahnung haben. Oft fehlen uns die Worte, für das, was da bitte kommen soll. Wir fasten, um dies zu verdauen. Wir fasten, um uns in unseren Grenzen verbunden zu wissen und sie fragend und hoffend Gott hinzuhalten. Auf dass er uns neu nähre.

Weitere Angaben zum Programm sowie zur Anmeldung können dem Flyer entnommen werden.
Flyer zum Download

Authors: www.christnet.ch

Gedanken zur Jahreslosung 2017

2017

Jahreslosung 2017

Ich will euch ein neues Herz geben und eurer Inneres mit neuer Geistkraft erfüllen.

Ezechiel 36, 26
Bibel in gerechter Sprache


Wo grosse Zeitenwenden angesagt wären, mächtige Führungspersönlichkeiten, die ihre Völker in eine bessere Zukunft führen – da verspricht Gott eine Erneuerung von einzelnen Menschen. Kraftvolles Aufstehen, das nicht auf die Hoffnung der grossen Weltretter setzt, sondern auf Menschen, die im Herz und im eigenen Geist wissen, wo Gottes Weglinien verlaufen.

Das Herz versammelt den ganzen Menschen, konzentriert seine Willenskraft und führt ihn zu einer Entscheidung. Wo ein Mensch zerrissen ist zwischen zu vielen Möglichkeiten, gelähmt von Ungewissheit, was werden könnte, da fasst ein neues Herz den Mut, sich zu entscheiden, einen Weg zu wählen und den ersten Schritt zu tun.

Ein neuer Geist schöpft neue Kraft aus der Welt von Gottes Zukunft. Wo es einem vor schierer Hoffnungslosigkeit den Atem abdrückt, wo man glaubt, mit jedem Atemzug das Gift der Resignation aufzunehmen, da schenkt dieser heilende Gott einen neuen Geist, der Leben bringt, wie frische Bergluft von Zedern.

Jürg Bräker

Drei Meditationen zur Jahreslosung 2017 >>>

Bildnachweis: Dorothee Krämer

Aktuell

Januar 2017

Predigt von Jürg Bräker, Ökumenischer Gottesdienst im Berner Münster zum Sonntag der Einheit der Christen, 15. Januar 2017

Predigt zum Download